Das Stundenbuch der Maria Stuart

Das Stundenbuch der Maria Stuart

Bibliografische Details

Alternativ-Titel: Livre d’Heures de Marie Stuart, Book of Hours of Mary Stuart
Art: Handschrift auf Pergament
Datum: Ca. 1510–1515
Epoche: Spätes Mittelalter und jünger
Genre: Stundenbücher/Gebetbücher
Herkunft: Frankreich
Format: 308 Seiten – 4,8 × 3,2 cm
Stil: Renaissance
Sprache: Latein
Buchschmuck: 14 ganzseitige Miniaturen
Künstler/Schule: Schule von Rouen
Vorbesitzer: Francis I. und Claude of Brittany, Francis II. und Mary Stuart, Marie d’Orléans und Alexander, Herzog von Württemberg
Schrift: Humanistisch Gotische Textualis Rotunda
Inhalt: Gebetbuch
  • Kurzbeschreibung
  • Beschreibung

Kurzbeschreibung

Auf seinen 458 Seiten zeigt das in der Mitte des 15. Jahrhunderts entstandene Stundenbuch der Maria Stuart alle stilistischen Merkmale, die in der Blütezeit der mittelalterlichen handgeschriebenen, illuminierten Bücher zur prächtigen Dekoration auftraten.

Das Stundenbuch der Maria Stuart, das seit 1805 in der Russischen Nationalbibliothek in St. Petersburg aufbewahrt wird, hatte sicherlich einen besonderen Platz im Leben von Maria Stuart. Dies wird durch autografische Einträge und selbst verfasste Gedichte der Königin bezeugt, die Einblick in ihr privates Seelenleben und die Enttäuschungen während ihrer 19-jährigen Gefangenschaft geben. Maria Stuart erhielt dieses Gebetbuch im Alter von elf Jahren im Jahr 1553 als Geschenk, und es begleitete sie bis zu ihrer Hinrichtung im Jahr 1587, obwohl die Legende besagt, dass es sie sogar bis zum Schafott begleitet haben soll. Das Stundenbuch der Maria Stuart, das in der Mitte des 15. Jahrhunderts entstand, zeigt auf seinen 458 Seiten alle stilistischen Merkmale, die in der Blütezeit der mittelalterlichen illuminierten handgeschriebenen Bücher zur prachtvollen Dekoration verwendet wurden. Dazu gehören 24 echtvergoldete Kalenderblätter, 22 echtvergoldete Miniaturen, üppige Blumenbordüren, farbige Initialen, ornamentale Zeilenfüller, Fleurons und Vignetten, die dem Werk einen luxuriösen Charakter verleihen und die handgeschriebenen Stundengebete auf 14 Zeilen pro Seite umrahmen. Die fast 600-jährige Geschichte des Buches zeigt sich auch in den Überresten der nahezu vollständig getilgten Wappen der ursprünglichen Auftraggeber sowie in den im gesamten Kodex verteilten Unterschriften von Mitgliedern des englischen und schottischen Hofes sowie späteren Besitzern der Handschrift.

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