Rohan-Stundenbuch

Rohan-Stundenbuch

Bibliografische Details

Alternativ-Titel: Grandes Heures de RohanRohan HoursGrandes Horas de RohanGrand Hours of Rohan
Art: Handschrift auf Pergament
Datum1430–1435
Epoche: Spätes Mittelalter und jünger
Genre: Stundenbücher / Gebetbücher
Herkunft: Frankreich
Format: 478 Seiten / 29,0 × 21,0 cm
Stil: Gotisch
Sprache: Latein
Buchschmuck: Jede Seite ist mit mindestens einer Miniatur und Goldschmuck ausgestattet, insgesamt 537 Miniaturen (12 ganzseitige, 54 halbseitige und 471 mittelgroße)
Künstler/Schule: “Rohan-Meister und dessen Werkstatt Einflüsse der Brüder von Limburg, Bedford- und Boucicaut-Meisters Szenen aus dem Alten Testament nach dem Vorbild der Anjou-Bibel (Bibliothèque Nationale, MS. Fr. 9561)”
Vorbesitzer: “René d’Anjou (1409–80) Isabella Stuart (1426–94), Herzogin der Bretagne John II., Vizegraf von Rohan (1452–1516) Jesuiten Louis César de La Baume Le Blanc, Herzog von La Vallière (1708 –80) Französische Königliche Bibliothek”
Verlag: AyN Ediciones – Madrid, 2006
Einband/Material: Leder mit feiner Goldprägung
Schrift: Gotisch
Inhalt: Stundengebet
Limitierung: 995 Exemplare
  • Kurzbeschreibung
  • Beschreibung

Kurzbeschreibung

Revolutionierte die mittelalterliche Buchmalerei: Das erste Stundenbuch mit ganzseitigen Miniaturen, überbordend ausgestattet mit meisterlichen Illuminationen des Rohan-Meisters auf jeder Seite

Das Stundenbuch von Rohan ist eines der erstaunlichsten Stundenbücher, die je in der Geschichte der französischen Buchkunst geschaffen wurden. Als erstes Stundenbuch der Welt führte es ganzseitige Miniaturen ein und brach mit den strengen Konzeptionsregeln für mittelalterliche Stundenbücher. Es wurde etwa zwischen 1430 und 1435 in Paris hergestellt. Für seine hochwertige Gestaltung war der unglaublich talentierte Rohan-Meister, zusammen mit nicht minder begabten Mitarbeitern seines Künstlerateliers verantwortlich. Die „Grandes Heures de Rohan“ erstaunen nicht nur durch ihr unfassbar vielfältiges und revolutionäres Bildprogramm, sondern ebenso durch ihre bewegende und Geheimnisvolle Besitzgeschichte. Das Stundenbuch von Rohan ist eines der erstaunlichsten Stundenbücher, die je in der Geschichte der französischen Buchkunst geschaffen wurden. Als erstes Stundenbuch der Welt führte es ganzseitige Miniaturen ein und brach mit den strengen Konzeptionsregeln für mittelalterliche Stundenbücher. Es wurde etwa zwischen 1430 und 1435 in Paris hergestellt. Für seine hochwertige Gestaltung war der unglaublich talentierte Rohan-Meister, zusammen mit nicht minder begabten Mitarbeitern seines Künstlerateliers verantwortlich. Die „Grandes Heures de Rohan“ erstaunen nicht nur durch ihr unfassbar vielfältiges und revolutionäres Bildprogramm, sondern ebenso durch ihre bewegende und Geheimnisvolle Besitzgeschichte. Das Rohan-StundenbuchDas Stundenbuch von Rohan ist ein herausragend illuminiertes Manuskript, das auf eine unvergleichbare Geschichte zurückblicken kann. Bis heute geben Teile seiner Entstehungs- und Besitzgeschichte der historischen Forschung Rätsel auf. Es handelt sich bei diesem Codex um ein Gebets- und Andachtsbuch für den privaten Gebrauch. Allerdings missachtet der Rohan-Codex die strengen Konzeptionsregeln für mittelalterliche Stundenbücher und erfand diese Buchgattung neu für sich. Sein Bildprogramm weicht von allen bisherigen Darstellungszyklen ab, bezieht neuartige Themen ein und besticht dabei durch fantastischen Ideenreichtum. Das überaus reich verzierte, in lateinischer Sprache verfasste Werk zeigt auf jeder seiner über 460 Seiten mindestens eine Miniatur. Darunter befinden sich 12 ganzseitige, 54 halbseitigen und 471 mittlere Miniaturen. Ein Auftrag des Hauses Anjou?Das Stundenbuch trägt seinen Namen nach einem späteren Besitzer aus dem Haus Rohan. Das Herrscherhaus Rohan war eine bedeutende bretonische Adelsfamilie, nach der Paläste in Paris und Straßburg, aber auch das noble Reitervolk in Tolkiens Roman Herr der Ringe benannt ist. In Auftrag gegeben wurde die Handschrift allerdings mit größter Wahrscheinlichkeit von einem Mitglied eines anderen berühmten Herrscherhauses. Da zur Entstehung des Stundenbuches keine schriftlichen Quellen existieren, konnte die Auftraggeberschaft lediglich über die Betrachtung vergleichbarer Codices ermittelt werden. Es handelt sich hierbei wohl um Jolanthe von Aragón, die Frau Ludwigs II. von Anjou, die das persönliche Gebetbuch für einen ihrer Söhne anfertigen ließ, vermutlich für René. Die Herrscherfamilie der Anjou, eines der wohlhabendsten Herrscherhäuser Frankreichs, war für ihre Liebe zu den bildenden Künsten bekannt und realisierte einige der hochwertigsten illuminierten Manuskripte, die im Mittelalter entstanden sind. Eine bewegende GeschichteDurch die Übermalung einer Seite im Stundenbuche gelangte das Wappen der Familie de Rohan in den Codex und gab den „Grandes Heures de Rohan“ ihren Namen. Sein erster Besitzer war vermutlich der Sohn der Jolanthe von Aragon, René von Anjou. Dieser wurde 1431 in der Schlacht von Bulgnéville durch Antoine de Vaudémont besiegt, dem Vater der Maria von Lothringen, die mit Alain IX. de Rohan verheiratet war. René von Anjou geriet in den Wirren der Schlacht in Gefangenschaft und als Teil des auferlegten Lösegeldes könnten die kostbaren Grandes Heures in den Besitz des Hauses Rohan gekommen sein. Es ist nicht nachweisbar, wie lange sich die Grandes Heures im Besitz der Familie de Rohan befanden. Ein Vermerk auf dem ersten Blatt der Handschrift belegt, dass sie im 18. Jahrhundert in Paris in einer Bibliothek der Jesuiten aufbewahrt wurde. Später gelangte sie in den Besitz des Herzogs de La Vallière, aus dessen Sammlung sie die königliche Bibliothek erwarb. Die Nachfolgerin dieser königlichen Bibliothek ist die französische Nationalbibliothek in Paris, in welcher sich das historisch bedeutende Stundenbuch noch heute befindet. Einmalige künstlerische VielfaltZweifelsfrei waren mehrere französische Meister an der Gestaltung des erstaunlichen Stundenbuches beteiligt. Einige Miniaturen stammen aus der Feder des unfassbar talentierten, sogenannten Rohan-Meisters. Dieser Künstler fertigte die beeindruckenden, ganzseitigen Darstellungen sowie einige kleinere Miniaturen des Werkes an. Ebenso war er für die Skizzierung von Figuren und Hintergründen der meisten anderen Bildnisse im Werk verantwortlich, deren farbliche Gestaltung von Mitarbeitern seines Künstlerateliers übernommen wurde. Die halbseitigen Miniaturen wurden von einem nicht minder begabten, originellen Illuminator angefertigt, bei welchem es sich wahrscheinlich um einen talentierten Schüler des Rohan-Meisters handelte. Die restlichen Verzierungen des Werkes, die sehr vielfältig gestaltet sind, wurden weiteren Mitarbeitern des Hauptgestalters anvertraut. Erstmals in der Geschichte der handgeschriebenen Stundenbücher wurden hier ganze Seiten füllende Miniaturen geschaffen. Das weit gefächerte Bildprogramm zeigt nicht nur die üblichen Bildszenen des Marienoffiziums, der Fürbitten und des Totenoffiziums. Besonders beeindruckend sind zwölf einen Kalender begleitende Monatsbilder gestaltet, die ganz von der Erregung der Zeit geprägt sind und über denen fast wie Unheilszeichen schwebend die Tierkreiszeichen im Himmel erscheinen. Das Stundenbuch von Rohan ist ein herausragend illuminiertes Manuskript, das auf eine unvergleichbare Geschichte zurückblicken kann. Bis heute geben Teile seiner Entstehungs- und Besitzgeschichte der historischen Forschung Rätsel auf. Es handelt sich bei diesem Codex um ein Gebets- und Andachtsbuch für den privaten Gebrauch. Allerdings missachtet der Rohan-Codex die strengen Konzeptionsregeln für mittelalterliche Stundenbücher und erfand diese Buchgattung neu für sich. Sein Bildprogramm weicht von allen bisherigen Darstellungszyklen ab, bezieht neuartige Themen ein und besticht dabei durch fantastischen Ideenreichtum. Das überaus reich verzierte, in lateinischer Sprache verfasste Werk zeigt auf jeder seiner über 460 Seiten mindestens eine Miniatur. Darunter befinden sich 12 ganzseitige, 54 halbseitigen und 471 mittlere Miniaturen. Das Stundenbuch trägt seinen Namen nach einem späteren Besitzer aus dem Haus Rohan. Das Herrscherhaus Rohan war eine bedeutende bretonische Adelsfamilie, nach der Paläste in Paris und Straßburg, aber auch das noble Reitervolk in Tolkiens Roman Herr der Ringe benannt ist. In Auftrag gegeben wurde die Handschrift allerdings mit größter Wahrscheinlichkeit von einem Mitglied eines anderen berühmten Herrscherhauses. Da zur Entstehung des Stundenbuches keine schriftlichen Quellen existieren, konnte die Auftraggeberschaft lediglich über die Betrachtung vergleichbarer Codices ermittelt werden. Es handelt sich hierbei wohl um Jolanthe von Aragón, die Frau Ludwigs II. von Anjou, die das persönliche Gebetbuch für einen ihrer Söhne anfertigen ließ, vermutlich für René. Die Herrscherfamilie der Anjou, eines der wohlhabendsten Herrscherhäuser Frankreichs, war für ihre Liebe zu den bildenden Künsten bekannt und realisierte einige der hochwertigsten illuminierten Manuskripte, die im Mittelalter entstanden sind. Durch die Übermalung einer Seite im Stundenbuche gelangte das Wappen der Familie de Rohan in den Codex und gab den „Grandes Heures de Rohan“ ihren Namen. Sein erster Besitzer war vermutlich der Sohn der Jolanthe von Aragon, René von Anjou. Dieser wurde 1431 in der Schlacht von Bulgnéville durch Antoine de Vaudémont besiegt, dem Vater der Maria von Lothringen, die mit Alain IX. de Rohan verheiratet war. René von Anjou geriet in den Wirren der Schlacht in Gefangenschaft und als Teil des auferlegten Lösegeldes könnten die kostbaren Grandes Heures in den Besitz des Hauses Rohan gekommen sein. Es ist nicht nachweisbar, wie lange sich die Grandes Heures im Besitz der Familie de Rohan befanden. Ein Vermerk auf dem ersten Blatt der Handschrift belegt, dass sie im 18. Jahrhundert in Paris in einer Bibliothek der Jesuiten aufbewahrt wurde. Später gelangte sie in den Besitz des Herzogs de La Vallière, aus dessen Sammlung sie die königliche Bibliothek erwarb. Die Nachfolgerin dieser königlichen Bibliothek ist die französische Nationalbibliothek in Paris, in welcher sich das historisch bedeutende Stundenbuch noch heute befindet. Zweifelsfrei waren mehrere französische Meister an der Gestaltung des erstaunlichen Stundenbuches beteiligt. Einige Miniaturen stammen aus der Feder des unfassbar talentierten, sogenannten Rohan-Meisters. Dieser Künstler fertigte die beeindruckenden, ganzseitigen Darstellungen sowie einige kleinere Miniaturen des Werkes an. Ebenso war er für die Skizzierung von Figuren und Hintergründen der meisten anderen Bildnisse im Werk verantwortlich, deren farbliche Gestaltung von Mitarbeitern seines Künstlerateliers übernommen wurde. Die halbseitigen Miniaturen wurden von einem nicht minder begabten, originellen Illuminator angefertigt, bei welchem es sich wahrscheinlich um einen talentierten Schüler des Rohan-Meisters handelte. Die restlichen Verzierungen des Werkes, die sehr vielfältig gestaltet sind, wurden weiteren Mitarbeitern des Hauptgestalters anvertraut. Erstmals in der Geschichte der handgeschriebenen Stundenbücher wurden hier ganze Seiten füllende Miniaturen geschaffen. Das weit gefächerte Bildprogramm zeigt nicht nur die üblichen Bildszenen des Marienoffiziums, der Fürbitten und des Totenoffiziums. Besonders beeindruckend sind zwölf einen Kalender begleitende Monatsbilder gestaltet, die ganz von der Erregung der Zeit geprägt sind und über denen fast wie Unheilszeichen schwebend die Tierkreiszeichen im Himmel erscheinen.

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Der Verkauf meiner Familienbibliothek war für mich auch emotional ein großer Schritt. Das Team hat mit viel Einfühlungsvermögen und gleichzeitig höchster Professionalität gearbeitet. Die Vermittlung verlief reibungslos – danke dafür!

    Anna S.

    Als Wissenschaftler war ich auf der Suche nach einem bestimmten Konvolut historischer Lexikotheten. Das Büro konnte mir in kürzester Zeit einen Kontakt herstellen – diese Netzwerke sind Gold wert.

      Tobias W.

      Im Gegensatz zu vielen anderen Vermittlungsstellen hat man hier echtes Gespür für den bibliophilen Wert ganzer Sammlungen. Der Verkauf lief schnell, transparent und zu einem fairen Preis.

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            Julia B.

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              Sebastian V.

              Ich wollte meine Sammlung nicht zerstückeln lassen – das war mein Hauptanliegen. Das Büro hat mir geholfen, einen Händler zu finden, der die Bibliothek geschlossen übernommen hat. Besser hätte es nicht laufen können.

                Katharina A.

                Als Händler bin ich auf spezialisierte Bestände angewiesen. Das Vermittlungsbüro liefert nicht nur Mengen, sondern Qualität. Die zuletzt vermittelte Sammlung war inhaltlich wie formal hervorragend gepflegt.

                  Jonas M.

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                    Philipp N.

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                      Daniel S.

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                        Sophie B.

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                          Daniel S.

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                            Miriam K.

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